SAMMLERHIGHLIGHT!
ZIVILES HENSOLDT DIALYT FERNGLAS
GRAVIERT MIT "FESTUNGSWERK 811/17"
UND HOHEITSZEICHEN DER KRIEGSMARINE
IM
WK II
HENSOLDT WETZLAR
DIALYT 16x56
MIT HOHEITSZEICHEN DER KRIEGSMARINE!
mit Riemen!

Moritz Hensoldt gründete 1852 die Hensoldt AG.
Mit der
Entwicklung einer Reihe
eigener optischer Instrumente
schuf er sich schon schon sehr früh einen Namen
in der
Fachwelt der Optiken. Mit der Erfindung des Dachkantprismas gelang
Hensoldt
die
Herstellung von Ferngläsern
in schlanker, eleganter Bauform.
1905 meldete Moritz Hensoldt das Patent für Ferngläser
mit
"Abbe König"
Dachkantprismen
an.

Von 1905 bis zu Beginn vom WK II wurden viele verschiedene Dialyt-Modelle
hergestellt. Das hier vorgestellte Modell mit der Kenngröße 16x56 in Leicht-
bauweise gefertigt, wurde erstmals 1937 gebaut.
Trotz der hohen Vergrößer-
ung
verfügt das Fernglas über eine ausgezeichnete Dämmerungsleistung.

Außerordentlich selten ist dieses Belegstück, welches 1941 als Zivilfernglas
offiziell in den Dienst der Kriegsmarine gestellt wurde! Ferngläser mit
Mitteltriebfokussierung waren beim deutschen Militär wegen Mangel
an Dichtigkeit
nicht
zugelassen. Eine Ausnahme ist
dieses Zivilfernglas,
welches sogar bei der Kriegsmarine,
Marine-Flak-Abteilung 811 in Emden
zum Einsatz kam.

Es gab keine offiziellen Dienstgläser mit
mehr als 10-facher Vergrößerung. Durch
die hohe 16-fache Vergrößerung und die sehr gute Dämmerungsleistung benutzte
die Küstenartillerie das Fernglas in
Festungswerken und Bunkeranlagen
zur Aufklärung
von feindlichen Schiffen.

Die Seriennummer ist 727850. Das 16x56 Dialyt in Leichtmetallausführung
wurde 1937 eingeführt und in der ersten Ausführung bis 1940 gebaut.
Es hat noch keine optische Vergütung.

Die Kenngröße ist 16x56. 16-fache Vergrößerung mit 56 mm Objektive. Das
Fernglas hat eine sehr gute Dämmerungsleistung.

Die drei Beschriftungen in den roten Kreisen bestätigen dass das Zivilfernglas
offiziell
bei der Kriegsmarine in den Dienst genommen wurde. Die Beschriftung
wurde offensichtlich
erst vor Ort, bei der Küstenartillerie angefertigt. An der
Echtheit
der Gravuren gibt es nach Meinung vom Verfasser keine Zweifel!
!
Die Gravur "Festungswerk Nr.811/17 41" besagt, dass das Fernglas bei der
Marine-Flak-Abteilung, der 17. Batterie zugeteilt war. Die Abteilung
wurde im Jänner 1942 in Emden aufgestellt.
Die "41"
steht
wahrscheinlich
für die Jahreszahl 1941.

Das Hoheitszeichen der Kriegsmarine.

Die Gravur "Artl." steht für die Verwendung bei der Marineartillerie! Die
darunter stehende Zahl 7771 ist vermutlich einer Artillerieeinheit zuge-
hörig.

Detailansicht der Mitteltriebfokussierung.

Die original Okularabdeckung aus Gummi.

Die Durchsicht durch das Fernglas.

Breite = 13 cm, Höhe = 24 cm, Gewicht = 750 g.




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